10.10.2011

"Zürcher Oberländer"

Bubikon verzichtet auf "Kirchenzettel"

Boykott wegen Wahlinseraten.

Die Kirchgänger von Bubikon werden an den kommenden beiden Samstagen vergeblich im "Zürcher Oberländer" (ZO) den amtlichen "Kirchenzettel" suchen. Die reformierte Kirchgemeinde hat beschlossen, vor den Wahlen auf die Inserate zu verzichten. Grund für den Boykott sind politische Wahlinserate der vergangenen beiden Samstage, die im ZO mitten in die amtlichen Anzeigen der Kirchgemeinden der Bezirke Hinwil, Pfäffikon und Uster platziert wurden. Diese standen direkt unter dem Seiten-Rubrikentitel "Evangelisch-Reformierte Landeskirche".

Die Kirchenpflege Bubikon betrachte eine Vermischung von amtlichen Anzeigen und Wahlinseraten durch das amtliche Publikationsorgan ZO grundsätzlich als problematisch, hält sie in einer Mitteilung vom Montag fest. Damit könne der Eindruck entstehen, die Wahlwerbung werde von den Kirchgemeinden mitgetragen. Besonders sauer aufgestossen ist der Kirchenpflege, dass am vergangenen Samstag ein EDU-Nationalratskandidat inmitten der Kirchenzettel mit dem Slogan warb: "Arbeit muss sich wieder lohnen - Sozialhilfebezüger dürfen nicht besser gestellt sein". (sda)


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