Cablecom wehrt sich mit einer Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht gegen den BAKOM-Entscheid, dem neuen Jugendsender "joiz" einen analogen Sendeplatz einräumen zu müssen. Der Kabelnetzbetreiber ist aber bereit "joiz" im digitalen Grundangebot zu verbreiten. Der Must-Carry-Status für "joiz" im analogen Kabelnetz würde dazu führen, dass Platz geschaffen werden müsste indem man etablierte Sender wie Bayern 3 oder SWR rauskippen würde.
"Blick am Abend" liegt die Beschwerdeschrift vor und will den wahren Grund für den Streit kennen. Offenbar wolle sich Cablecom nicht mehr vorschreiben lassen, welche Sender es aufnehmen muss. Dem Bakom wirft es unter anderem "unzulässige gesetzgeberische Aktivität" vor. Ausserdem habe das Bundesamt das Eingabegesuch von Joiz zu wenig seriös geprüft.
Auf Anfrage von "Blick am Abend" betrachtet das Bakom die Vorwürfe als "Interpretation". Die Cablecom wolle zum laufenden Verfahren keine Stellung nehmen. Einzig Joiz-CEO Alexander Mazzara äussert sich zum Streit zwischen Cablecom und Bakom: "Cablecom ist eigentlich von Joiz überzeugt und prüft sogar eine Expansion des Konzepts in andere europäische UPC-Kabelnetze."

