Ralph Büchi, CEO von Axel Springer Schweiz, steigt im Januar in die Konzernleitung des deutschen Medienriesen Axel Springer auf - und wird so zum wahrscheinlich mächtigsten Schweizer Medienmanager. Im Interview mit der Zeitung "Der Sonntag" erklärt er den Karrieresprung mit dem Erfolg der Schweizer Sparte: "Wir haben 1999 die Verlagsgruppe Handelszeitung, an der ich beteiligt war, an Axel Springer verkauft - was ich noch keinen Tag bedauert habe. Seither entwickelt sich das Geschäft sehr gut: 2007 konnten wir Jean Frey übernehmen, dann sämtliche TV-Programmzeitschriften von Ringier und diverse digitale Geschäfte. Das ebnete mir den Weg, um bei Axel Springer mehr und mehr internationale Verantwortung zu übernehmen." In der Schweiz wolle Springer weiter wachsen, aber nicht um jeden Preis. "Wir haben uns nicht am Run auf Regionalzeitungen beteiligt, weil diese nicht in unsere Konzernstrategie passen. Wir konzentrieren uns auf national und international ausgerichtete Medien. Wir investieren gezielt in Märkte, die Zukunft haben - und das sind vermehrt die digitalen Märkte. Axel Springer erwirtschaftet konzernweit heute schon fast 30 Prozent des Umsatzes im digitalen Bereich, unser Ziel sind 50 Prozent. In der Schweiz haben wir inzwischen eine substanzielle Grösse, schliessen aber weitere Akquisitionen nicht aus", so Büchi. Weiter kündigt er eine neue iPad-Lösung für "Handelszeitung" und "Bilanz" an. Sie würden in wenigen Wochen eine sehr kundenfreundliche Lösung vorstellen können. Dann würden die zahlenden Print-Abonnenten auch unbeschränkten Zugriff auf die iPad- und Smartphone-Apps erhalten.
02.10.2011
Axel Springer Schweiz
Chef Ralph Büchi steigt auf
Neu in Konzernleitung des deutschen Medienriesen.
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