Der bisherige Chefredaktor des Zürcher Oberländers, Christian Brändli, tritt ab. Grund dafür sind «unterschiedliche Auffassungen über die zukünftige digitale Ausrichtung und deren Organisation», teilte der Verwaltungsrat am Dienstag mit. Die Redaktionsleitung solle nun in neue, jüngere Hände übergeben werden.

Man wolle die neuen technischen und gestalterischen Möglichkeiten dezidierter nutzen und die eingeleiteten Veränderungen «einer vielfältigen, crossmedialen Kommunikation noch stärker vorantreiben», heisst es in der Mitteilung. Es gelte, neben den Vorteilen verbesserter Nutzungsanalysen oder algorithmusgestützter Inhaltsproduktionsmethoden, auch Wege zu finden, welche Rolle die traditionellen journalistischen Selektions- und Präsentationskriterien noch spielen können und müssen.
Brändli war seit 32 Jahren bei der Zürcher Oberland Medien tätig. Seit 2015 war er Chefredaktor. Interimistisch übernehmen die beiden stellvertretenden Chefredaktoren Malte Aeberli und Florian Bolli in Form einer Co-Leitung die redaktionelle Verantwortung. Die Suche nach einer Nachfolge werde zeitnah eingeleitet.
Laut dem Portal Zackbum wurde zudem drei CvDs die Kündigung ausgesprochen. CEO Daniel Sigel bestätigt auf Anfrage von persoenlich.com, dass es «in Zusammenhang mit einer Restrukturierung der Redaktion auf Anfang 2021 im Herbst zu drei Entlassungen kam».
Erst im Oktober wurde bekannt, dass der stellvertretende Chefredaktor Benjamin Rothschild gekündigt hat. «Nach sieben Jahren bei den Zürcher Oberland Medien habe ich nun einerseits Lust auf eine neue Herausforderung und sehe es anderseits zunehmend schwierig, meine publizistischen Vorstellungen unter sich laufend erschwerenden Rahmenbedingungen zu verwirklichen», sagte er gegenüber persoenlich.com. (wid)
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02.12.2020 16:48 Uhr

