08.02.2008

Reporter ohne Grenzen

China hält sich nicht an Versprechen

Keine völlige Pressefreiheit.

Sechs Monate vor den Olympischen Sommerspielen in Peking hat die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) China anhaltende Verletzung von Menschenrechten vorgeworfen. Die 2001 abgegebenen Versprechen seien nicht eingehalten worden. Damals habe China versprochen, die Menschenrechtslage zu verbessern sowie völlige Pressefreiheit zu gewähren. Dies sei geschehen um den Zuschlag zu erhalten. Heute sei China weit davon entfernt, diese Versprechen einzuhalten, hielt RSF in einem Communiqué am Donnerstag fest.

2001 seien 14 Journalisten inhaftiert gewesen. Jetzt seien es 30 Journalisten und rund 50 Internet-Autoren in Gefängnissen, kritisierte die Organisation. Rund 180 ausländische Korrespondenten seien im vergangenen Jahr in China festgenommen, angegriffen oder bedroht worden. Und dann seien weiterhin tausende politische Häftlinge in den Gefängnissen, erinnerte RSF.

Die Organisation warf dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vor, sich angesichts dieser Missstände in Schweigen zu hüllen. Das Verhalten von Prinz Charles dagegen wurde lobend erwähnt. Der britische Thronfolger will wegen Tibet der Eröffnungsfeier in Peking fernbleiben. (sda)


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