02.10.2014

NZZ

Claudia Schoch verlässt die Inland-Redaktion nach 30 Jahren

Sie wird künftig als Rechtskonsulentin der NZZ-Gruppe amten.
NZZ: Claudia Schoch verlässt die Inland-Redaktion nach 30 Jahren

Dreissig Jahre lang arbeitete Claudia Schoch für die Redaktion der "NZZ". Am Mittwoch nun hatte sie sich mit dem Artikel "Das Volk als oberstes Staatsorgan – Allmachtsansprüche beschädigen Demokratie und Rechtsstaat." verabschiedet. Künftig wird die Juristin nicht mehr für die Redaktion, sondern als Rechtskonsulentin der NZZ-Gruppe amten.

In ihrer neuen Funktion ist Schoch direkt Markus Spillmann, dem Leiter Publizistik und Chefredaktor, unterstellt. Ihr neues Aufgabengebiet umfasst die Beratung aller Redaktionen der gesamten Mediengruppe in rechtlichen Fragen. "Dabei geht es unter anderem auch darum, Lösungen in rechtlichen Konflikten zu finden, die durch Artikel verursacht wurden. Weiter werde ich die Redaktionsmitglieder in Rechtsfragen schulen", erklärt die 63-Jährige gegenüber persoenlich.com und betont auf die Frage nach dem Grund für den Wechsel in die weniger öffentlichkeitswirksamere Stellung: "Für mich als Juristin und Rechtsanwältin sind die Aufgaben eines Rechtsdienstes in einem Unternehmen sehr interessant und herausfordernd." Zu einem Teil habe sie diese Aufgabe bisher schon wahrgenommen. "Sie unterscheidet sich natürlich völlig von der einer Redaktorin."

Schoch begann ihre Karriere als wissenschaftliche Assistentin an der juristischen Fakultät in Zürich. Danach war sie am Bezirksgericht in Bülach tätig, bevor sie 1984 in die NZZ-Inlandredaktion eintrat. 1993/94 berichtete sie aus Brüssel. Schoch schrieb über Gesundheitspolitik, staatspolitische Fragen und die Beziehungen der Schweiz zur EU. Sie ist Mitglied der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI).

Das Dossier Gesundheitspolitik übernimmt neu Simon Hehli, der im Sommer zur NZZ-Inlandredaktion gestossen ist (persoenlich.com berichtete). (eh)

Bilder: Keystone, zvg


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