22.10.2018

SRF

«Club» zieht nach einem Jahr #MeToo Bilanz

Bei Barbara Lüthi diskutieren am Dienstagabend unter anderen Schauspielerin Melanie Winiger und «Tages-Anzeiger»-Journalistin Michèle Binswanger, was die feministische Bewegung bewirkt hat.
SRF: «Club» zieht nach einem Jahr #MeToo Bilanz
Wer hat von #MeToo profitiert?, will Barbara Lüthi von ihren Gästen wissen. (Bild: SRF/Oscar Alessio)

Vor einem Jahr ist mit #MeToo eine weltweite feministische Bewegung entstanden. Wer hat davon profitiert und wer muss sich fürchten? Darüber spricht Barbara Lüthi am Dienstagabend mit ihren Gästen im «Club», wie SRF in einer Mitteilung schreibt.

Am Anfang von #MeToo stand US-Filmmogul Harvey Weinstein und sein sexistisches und gewalttätiges Verhalten gegenüber Frauen. Seit die Geschichte im Oktober 2017 zu Tage kam, haben Millionen von Frauen auf der ganzen Welt ihre Erlebnisse von Machtmissbrauch durch Männer, von sexueller Nötigung und Alltagssexismus publik gemacht und verurteilt.

Die Medien berichten weltweit über Vorfälle und werden zum Pranger. Die Folge: Männer aus Politik, Wissenschaft, Kunst und Unterhaltung müssen ihre Posten räumen. #MeToo gilt als eine der wichtigsten feministischen Bewegungen der letzten Jahrzehnte. Doch sie wird auch scharf kritisiert.

Wieso brauchte es den Fall eines US-Filmmoguls, damit die Frauen endlich ihre Wut über Machtmissbrauch und Sexismus artikulierten? Was hat sich seither getan? Und wie hat sich das Zusammenleben zwischen Mann und Frau verändert?

Über diese Fragen spricht Barbara Lüthi mit:

Melanie Winiger, Schauspielerin

Esther Girsberger, Unternehmerin und Publizistin

Michèle Binswanger, Reporterin «Tages Anzeiger»

Jürg Acklin, Psychoanalytiker und Autor

Janos Horvath, Singlecoach

(pd/as)


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KOMMENTARE

Ravena Frommelt
24.10.2018 18:24 Uhr
'Entlarvend' klingt irgendwie negativ konnotiert. Finde eher, man sieht den Tatsachen ins Auge: Die Geschlechter sind verunsichert, Orientierungslosigkeit wird in der Runde genauer unter die Lupe genommen. Sexualität ist kein binäres System. Winiger macht Filme. Dass sie sich für eine selbstbestimmtere Sexualität von Frauen einsetzt, qualifiert sie für die Runde. Der Dokfilm #femalepleasure kommt am 15. Nov. in die Schweizer Kinos.
Oliver Brunner
24.10.2018 11:13 Uhr
Das war doch eine eher entlarvende Diskussion für die komplette Orientierungslosigkeit, die sich breit gemacht hat und die zur Folge hat, das jede jeden und umgekehrt in die Bredouille bringen kann. Komplett abstrus wurde es, als Werner de Schepper verteidigt wurde. Im Sinn von "der war schon immer so und Praktikantinnen hätten sich an erfahrene Redakteurinnen wenden können, diese hätten dann die Belästigungen abgestellt und das wäre dann erledigt. Was macht eigentlich Frau Winiger und was qualifiziert sie für diese Runde?
Ravena Frommelt
23.10.2018 23:57 Uhr
So viele gute Aussagen in so kurzer Zeit. Nachschauen sehr zu empfehlen. (Melanie Winiger for Bundesrötin.)
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