06.05.2008

Tamedia

comedia bezahlt Abgeltung an Medienhaus

Vergleich im Verfahren um Bestreikung des Drucks von "Facts".

comedia bezahlt Tamedia 35'000 Franken als Abgeltung für Mehrkosten, die dem Medienhaus durch die Bestreikung des Drucks von "Facts" im August 2003 bei der Produktion und der Auslieferung entstanden sind. Darauf haben sich die Mediengewerkschaft und Tamedia in einem Vergleich im Gerichtsverfahren um Schaden­ersatz geeinigt, teilte das Medienhaus am Dienstag mit. Ursprünglich hatte Tamedia einen Schadenersatz von 130'000 Franken eingeklagt. Die Überweisung der comedia erfolgt gemäss Mitteilung ""ohne Anerkennung einer Rechtspflicht".

Bereits im November 2004 hatte das aus Vertretern von Arbeitnehmern und Arbeitgebern paritätisch zusammengesetzte Schiedsgericht der grafischen Industrie festgestellt, dass die Bestreikung des Drucks von Facts gegen die im Gesamtarbeits­vertrag festgeschriebene absolute Friedenspflicht verstiess. Das gleiche Gericht lehnte jedoch im Februar 2007 eine Schadenersatzforderung, die der Arbeitgeberverband Viscom stellvertretend für Tamedia eingereicht hatte, mit der Begründung ab, dass ein Verband für seine Mitglieder keine solche Forderungen geltend machen kann.


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