Die CVP Schweiz hat keine Freude an der Affäre um den Tessiner Ständerat Filippo Lombardi, gegen den wegen gefälschter Auflagezahlen beim Giornale del Popolo ein Strafverfahren läuft. Sie will im jetztigen Zeitpunkt aber nicht intervenieren. Laut CVP-Interimspräsidentin Doris Leuthard wartet die Partei den Ausgang des Strafverfahrens ab. Ihrer Ansicht nach müsste der bereits wegen Verkehrsdelikten vorbestrafte Lombardi aber "die Konsequenzen ziehen", sollte er erneut verurteilt werden.
Um welche Konsequenzen es ginge, sagte Leuthard auf eine Frage am Rande der CVP-Medienkonferenz vom Freitag nicht. Im Gegensatz zur Tessiner Kantonalpartei könnte die CVP Schweiz Lombardi nicht ausschliessen, weil sie keine direkten Mitglieder hat. Möglich wäre hingegen ein Ausschluss aus der Fraktion der Bundesversammlung.

