Der 94-jährige deutsche Altkanzler Helmut Schmidt hortet in seinem Haus angeblich 200 Stangen Menthol-Zigaretten der Marke Reyno - aus Angst, dass seine Lieblings-Glimmstängel von der EU verboten werden. Dies hatte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück am Montag auf einer Wahlkampfveranstaltung in Karlsruhe verraten. Am Dienstag übernahmen die Meldung etliche Medien.
Heute Mittwoch zeigt sich, dass die kleine Randnotz darüber hinaus auch die Verfasser von Kolumnen und Glossen inspiriert hat. So greift die "Süddeutsche Zeitung" das Thema in ihrer täglichen Frontpage-Glosse "Streiflicht" auf. Und in der "Bild"-Zeitung erhält der kettenrauchende SPD-Politiker "Post" von Kolumnist Franz Josef Wagner. "Allen, die Tabak hassen, erteile ich Leseverbot", schreibt er zu Beginn seines Rückblicks in das verrauchte Altkanzler-Leben. Sein Fazit: Schmidt soll bis zum Ende qualmen dürfen. Der Altkanzler sei mit der Zigarette aufgewachsen.
Die gut 38'000 Zigaretten, die Schmidt in seinem Hamburger Keller hortet, sollten ihn übrigens locker bis zu seinem 100. Geburtstag versorgen. Ob er dann bereit sein wird die Marke und Geschmacksrichtung zu wechseln, ist nicht bekannt. (sda/as)
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