01.12.2010

BaZ

Das Blatt soll nun mehr Ruhe verströmen

Chefredaktor Markus Somm hat "sanften" Relaunch abgeschlossen.

Nach den Turbulenzen der letzten Wochen will Markus Somm nun offenbar in Basel für mehr Ruhe sorgen. Der Chefredaktor der Basler Zeitung versucht dies vorab mit einer Layoutänderung, die er am 1. Dezember den eigenen Leserinnen und Lesern im eigenen Blatt offiziell vorstellte. Manche Änderungen waren allerdings schon früher feststellbar. Die BaZ erscheine nun "sanft erneuert", "in aufgefrischter Form" und "entrümpelt", hielt Somm fest. Kurz: Weniger Pastelltöne, weniger Rubriken, weniger Platz auf den Bundauftaktseiten für Anrisse, Hinweise, Zitate, Karten, Adressen, Umfragen. "Ziel ist es, in Zeiten der überbordenden Buntheit im Fernsehen und im Internet einen Kontrapunkt zu setzen", schrieb der Chefredaktor. Wenn sich dadurch bei den Lesern ein gewisses Gefühl der Ruhe einstelle, sei er umso glücklicher.

Der Vorteil dieser Entschlackung: Mit dem Wegfall fester Rubiken und Rubrikchen kann der Arbeitsaufwand reduziert werden. Die Bundauftaktseiten können zudem grösszügier gestaltet werden. Somm will dort denn auch "unsere Aufmachergeschichten klarer herausstellen". Weiter will er vermehrt lange, "ab und zu auch sehr lange" Texte ins Blatt rücken – was er schon mehrmals tat. Aber auch Kurzinfos sollen nicht zu kurz kommen. "Sowohl in die Tiefe gehen als auch kurz und bündig informieren", hält er dazu fest. Eine weitere auffällige Änderung: Der regionale Bund, bisher überschrieben mit "region." heisst neu "basel." - mit der Unterzeile "Stadt Land Region". Diese Änderung habe redaktions-intern am meisten zu reden gegeben, schreibt Somm. Anders bei der Leserschaft: Die Rubrik "Die gute Nachricht" auf Seite 2 wurde bisher am ehesten vermisst.

(Text: Markus Knöpfli)


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