Das neue Magazin startet am 16. April

NZZ Geschichte - Das 120-seitige Heft kostet 18 Franken, wird in Deutschland gedruckt und nur als Printausgabe erhältlich sein.

"Jedes Quartal ein neues Produkt", versprach Veit Dengler kürzlich in einem Interview mit persoenlich.com. Eine der verschiedenen Neulancierungen, die der NZZ-CEO ankündigte, wird am 16. April starten: Das Magazin "NZZ Geschichte". Es soll eine Marktlücke schliessen, denn - anders als in Deutschland, England und Frankreich - fehlte in der Schweiz bislang ein eigenes Geschichtsmagazin, begründet die NZZ den Schritt in einer Mitteilung. Essays und Streitgespräche, Bildbesprechungen, historische Rätsel, Rezensionen und Interviews soll das 120-seitige Magazin beinhalten (Leseprobe vgl. unten).

Peer Teuwsen und Martin Beglinger sind verantwortlich
Publizistisch verantwortet wird es von Peer Teuwsen, Leiter neue publizistische Produkte bei der NZZ. Daneben gehört Martin Beglinger zum festen Redaktionsteam. Der Journalist, Historiker und Buchautor ist vom "Magazin" zu "NZZ Geschichte" gestossen (persoenlich.com berichtete). "Die einzelnen Ausgaben werden sowohl von internen als auch externen Autoren geschrieben. In der ersten Nummer werden unter anderen Martin Meyer, Caspar Hirschi, Thomas Maissen, Tobias Straumann und Ian Kershaw für Beiträge verantwortlich sein", erklärt NZZ-Kommunikationschefin Myriam Käser auf Anfrage von persoenlich.com.

Kein Rabatt für NZZ-Abonnenten
"NZZ Geschichte" sei ein eigenständiges Produkt, das im Jahresabonnement - 58 Franken für 4 Ausgaben - und am Kiosk im Einzelverkauf für 18 Franken erhältlich ist, so Käser. Als Einstiegs-Angebot kann das Jahresabo mit einem kostenlosen Heft bestellt werden.

Bisherige NZZ-Abonnenten bezahlen den vollen Preis, denn die NZZ betrachtet das neue Magazin, anders als etwa "NZZ Folio", als eigenständiges Produkt. Der Preis für ein Jahresabo sei "im Vergleich mit anderen Geschichtsmagazinen, Geschichtsbüchern und Fachpublikationen moderat", so Sprecherin Käser. 

Keine Online-Ausgabe
Die NZZ lässt das Heft von Körner Druck in Sindelfingen (Baden-Württemberg) drucken. Die Startauflage umfasse 20'000 Exemplare. Vorerst soll "NZZ Geschichte" nur als Printausgabe erhältlich sein. Und generell ist keine aufwändige Online-Umsetzung geplant. Immerhin: Ein E-Paper wird "voraussichtlich für die zweite Ausgabe lanciert", verspricht Käser.

Die reine Printausrichtung dieser Neulancierung erstaunt insofern, als dass Veit Dengler die Schliessung der Druckerei in Schlieren primär mit dem "Trend in Richtung Ablösung der gedruckten durch digitale Medien" begründet hatte. (eh)

 Leseprobe NZZ Geschichte