An der Dreikönigstagung 2026 des Verlegerverbands Schweizer Medien (VSM) trafen sich am Donnerstag Vertreter aus Politik, Medien und Werbewirtschaft in Zürich. Neben den Reden von VSM-Präsident Andrea Masüger und Bundesrat Martin Pfister standen internationale Perspektiven zur Koexistenz von Journalismus und Künstlicher Intelligenz im Fokus.
Weltverlegerpräsidentin Ladina Heimgartner und Karen Rønde, CEO der dänischen Medien-Verwertungsgesellschaft DPCMO, diskutierten die rechtliche Durchsetzung gegenüber global agierenden Tech-Plattformen. Miriam Meckel und Léa Steinacker beleuchteten die Auswirkungen von KI auf die demokratische Öffentlichkeit und warnten vor einer Flut fehleranfälliger KI-generierter Inhalte.
Weitere Themen waren die Medienkompetenzförderung bei Jugendlichen sowie die Bedeutung journalistischer Medien als vertrauenswürdiges Werbeumfeld. Marte Ingul von Amedia stellte das norwegische Projekt vor, über 100 Publikationen gratis für Jugendliche zugänglich zu machen. Fög-Direktor Professor Mark Eisenegger präsentierte die neue Studie «Mediennutzung 2035», die einen Zusammenhang zwischen höherer Medienkompetenz und steigender Zahlbereitschaft für Online-Nachrichten aufzeigt.
Auf dem von Oliver Steffen moderierten Werbemarkt-Panel diskutierten Markus Wirth, Verwaltungsratspräsident von OneLog und COO Ringier Medien Schweiz, Jan De Schepper, Präsident des SWA-ASA, sowie VSM-Direktorin Pia Guggenbühl über Kooperationen wie OneDSP, die Medienbuchungen vereinfachen sollen.
Den Hauptgewinn beim Dreikönigskuchen-Essen gewann Patrik Müller, Chefredaktor CH Media. Den Preis – zwei Übernachtungen in einer Suite – will er dem Chauffeur von Bundesrat Pfister weiterschenken, wie er gegenüber persoenlich.com sagte. (pd/cbe)
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