Die deutschen Nachrichtenagenturen DAPD und ddp starten ab dem 1. September einen gemeinsamen Basisdienst unter dem Namen dapd. Er soll Redaktionen Texte, Fotos und Grafiken aus dem In- und Ausland liefern, wie Chefredaktor Cord Dreyer am Donnerstag in Berlin sagte. Geplant sind nach seinen Angaben bis zu 500 Meldungen am Tag sowie bis zu 2000 Fotos. dapd werde zusätzlich zu den bisherigen Standorten von DAPD und ddp neun weitere Büros in Deutschland eröffnen, kündigte Dreyer an.
Der Deutsche Depeschendienst (ddp) hatte im Dezember den deutschsprachigen Dienst der US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP) aufgekauft und in DAPD umbenannt. ddp sicherte sich das Recht, 15 Jahre lang die internationale Berichterstattung von AP in Wort und Bild in Deutschland zu vertreiben. Deutschland ist einer der weltweit am härtesten umkämpften Märkte für Nachrichtenagenturen. Neben der dpa und dapd konkurrieren noch die britische Reuters, die deutsche Tochter der französischen Nachrichtenagentur AFP, die zur AFP-Gruppe gehörende Sportagentur sid, die kirchlichen Agenturen epd und KNA sowie Spezialdienste für Wirtschaftsnachrichten um Kunden aus der Medienbranche. (sda)

