Der "Sonntagsblick" schreibt in seiner aktuellen Ausgabe von einem "Aufstand der TV-Zuschauer" und von einer Protestwelle, welche gegen die SRG und die Billag anrollt. Offenbar hatte eine selbst initiierte Online-Umfrage eine grosse Unzufriedenheit mit dem Kosten-Nutzen-Verhältnis beim Schweizer Radio- und Fernsehen ergeben. Zusätzlich ging laut "Sonntagsblick" eine Flut von Leserbriefen ein, mit teils wütendem, teils bissigem Inhalt, wobei der Tenor bei fast allen Reaktionen ähnlich lautete: Nein, für 462 Franken kriegt die Schweiz eindeutig zu wenig gutes Fernsehen und Radio.
Ausserdem kommen im "SonntagsBlick Daniel Jorio, Direktor Finanzen und Controlling bei der SRG und Billag-Verwaltungsratspäsident Werner Marti zu Wort. Jorio versucht die Gebühren zu rechtfertigen, indem er aufzeigt, dass das Deutschschweizer Programm nur 260 Franken pro Haushalt kostet. Die restlichen 202 Franken seien ein Solidaritätsbeitrag an die Programme der Romands, Italienischschweizer und die Rätoromanen. Daneben erklärt Marti im Interview, dass die Billag durch die neu jährlich (statt wie bisher quartalsweise durchgeführte) Abrechnung mehrere Millionen spart, welche aber nicht den Konsumenten gut geschrieben werden, sondern an die SRG gehen.

