Die beiden Regionalsender TeleTell und Tele M1 wollen nach der Sommerpause mit einem gemeinsamen Talkformat am Sonntag an den Start gehen. In einem Communiqué teilten die Fernsehstationen mit, dass die Sendung in redaktioneller Zusammenarbeit mit den Zeitungen "Sonntag" und der geplanten 7. Ausgabe der "Neuen Luzerner Zeitung" produziert wird ("persoenlich.com" berichtete).
Am Donnerstagmorgen erhielt die Redaktion von "persoenlich.com" eine Stellungnahme von Bettina Schibli, Informationschefin der LZ-Medien Holding AG: "Sie schreiben in Ihren Medien-News 'Zusammenarbeit im Regionalfernsehen', dass die Redaktion der 'Neuen Luzerner Zeitung' an einer neuen Talksendung auf Tele Tell und Tele M1 mitbeteiligt sei. Ich möchte festhalten, dass eine solche Zusammenarbeit weder diskutiert noch beschlossen wurde."
"Wir haben sicherlich keine Falschmeldung verschickt", erklärt dagegen Bruno Hollenweger, Geschäftsführer des Zentralschweizer Fernsehens TeleTell auf Anfrage von "persoenlich.com". Mit Vertretern der Neuen LZ spreche man schon länger über eine Zusammenarbeit für einen gemeinsamen Talk (LZ-Talk) und der Wille dazu sei in der Vergangenheit von beiden Seiten immer klar und deutlich vorhanden gewesen. "Wie diese Kooperation aber im Detail aussehen wird, ist noch nicht in jedem einzelnen Punkt geklärt."
Hat man bei den LZ Medien die Zusammenarbeit so schnell dementiert, weil man beim Knatsch um die Sonntagsausgabe der NLZ innerhalb der NZZ-Gruppe nicht noch mehr Öl ins Feuer giessen wollte?
Auf Anfrage von "persoenlich.com" wiederholte Bettina Schibli, dass die LZ Medien keine Gespräche mit der AZ Medien Gruppe über eine gemeinsame Talk-Sendung geführt und auch keine entsprechende Zusammenarbeit vereinbart haben. "Die Meldung wurde von unserer Seite dementiert, weil sie nicht richtig ist. Weitere Gründe für unsere Stellungnahme gibt es nicht."

