16.05.2004

Eurovision Song Contest

Der Sieg geht an die Ukraine

Die Schweizer setzten auf Serbien-Montenegro.

Die Ukraine hat zum ersten Mal den Eurovision Song Contest gewonnen. Sängerin Ruslana überzeugte Millionen Fernsehzuschauer, die per Anruf oder SMS über Sieg und Niederlage entschieden, in der Nacht zu Sonntag mit dem Lied "Wild Dance". Ruslana lag mit ihrem fetzigen Song klar vor dem Zweitplatzierten Serbien-Montenegro und Griechenland auf Rang drei. Dabei hatte sie sich am Mittwoch zuerst im Halbfinale qualifizieren müssen.

Am Samstagabend legte Ruslana in Lendenschurz-Outfit und Lederkluft mit zahlreichen Tänzern eine wilde, perfekt choreografierte Show hin. Sie kombinierte gekonnt moderne Popmusik mit Tanzelementen aus den Karpaten, dazu knallten Peitschen, und Flammen loderten aus der Deko. Zum folkloristischen Ambiente trug auch der Liedtext in Englisch und Ukrainisch bei. Der Auftritt erinnerte viele Fans ein wenig an die Gruppe Dschingis Khan, die im Jahr 1979 beim Grand Prix den vierten Platz für Deutschland geholt hatte.

Am Samstag landete der deutsche Beitrag von Sänger Max Mutzke mit seinem Beitrag "Can't wait until tonight" im Mittelfeld unter den insgesamt 24 Finalteilnehmern. Die dreistündige Live-Show lebte von der Vielfalt der Beiträge: Von ruhigen Balladen über Punkmusik bis hin zu folkloristischen Tanznummern war alles dabei. Diesmal gab es, im Gegensatz zu 2003, keine Spassbeiträge oder wirklichen Ausreisser -- die meisten Songs waren gut gemachte Popstücke. Die Türkei zeigte sich als perfekte Gastgeberin des europäischen Musikwettbewerbs, der in 41 Länder live übertragen wurde. Die Schweiz spielte im Final keine Rolle. Der Beitrag "Piero and the MusicStars" mit dem Baselbieter Piero Esteriore, war schon am Mittwoch mit dem Song "Celebrate!" mit Null Punkten auf dem letzten Platz der Vorausscheidung gelandet.


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