02.07.2021

Sparprogramm bei SRF

Der Stellenabbau wird verlangsamt

SRF hat seit Anfang Jahr 88 Stellen abgebaut. Die Umsetzung der weiteren Personalmassnahmen wird nun zeitlich ausgedehnt und gestaffelt bis Ende 2023 durchgeführt. Dies sagte SRF-Direktor Nathalie Wappler an einer Personalveranstaltung.
Sparprogramm bei SRF: Der Stellenabbau wird verlangsamt
Informierte am Freitag das Personal über die weiteren Schritte: SRF-Direktorin Nathalie Wapper. (Bild: SRF/Oscar Alessio)

Der Stellenabbau bei SRF erfolgt langsamer als ursprünglich geplant. Seit Anfang Jahr wurden 88 Stellen abgebaut. Weitere 145 sollten bis Ende des Jahres folgen. Nun hat die Geschäftsleitung jedoch beschlossen, den Stellenabbau zeitlich gestaffelt bis Ende 2023 durchzuführen.

Rund 60 Vollzeitstellen werden bis Ende Jahr abgebaut, weitere rund 60 Stellen im Verlauf von 2022 und rund 25 Stellen im Jahr 2023, wie SRF am Freitag mitteilte. Durch die Etappierung könne die Anzahl der Entlassungen durch natürliche Fluktuation und frühzeitige Pensionierungen voraussichtlich reduziert werden.

Wegen rückläufiger Werbeeinnahmen und für die digitale Transformation muss SRF Spar- und Personalmassnahmen durchführen (persoenlich.com berichtete). SRF-Direktorin Nathalie Wappler informierte am Freitagmorgen die Mitarbeitenden über den aktuellen Stand. Die Entschleunigung beim Personalabbau entspreche auch einem Wunsch der Mitarbeitenden aus dem Konsultationsverfahren.

Bei der bisher erfolgten Reduktion von 88 Vollzeitstellen gab es 27 Entlassungen. Die übrigen Stellen wurden über ordentliche oder frühzeitige Pensionierungen sowie über natürliche Fluktuation abgebaut, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Überprüfung der Produktionsstandards

Ein Teil der noch anstehenden Personalmassnahmen ergibt sich durch die bereits kommunizierten Anpassungen im Angebot und die Reduktion der Produktionsstandards: Im Rahmen von «SRF 2024» will SRF Inhalte künftig weniger aufwendig produzieren. Aktuell werden deshalb die Produktionsstandards der Sendungen und Onlineangebote überprüft und wo möglich vereinfacht. Daraus ergibt sich im Produktionsprozess laut Mitteilung «ein signifikanter Sparbetrag».

In den kommenden Wochen werden die genaue Höhe der Einsparungen und die Auswirkungen aufs Personal ermittelt. Die Umsetzung der entsprechenden Personalmassnahmen folgt im Herbst.

Erste Sendungen aus dem News- und Sportcenter

Weiter informierte Nathalie Wappler über den Projektstand beim News- und Sportcenter: Erste Sendungen – «Schweiz aktuell» und «SRF Börse» – sollen noch in diesem Jahr aus dem neuen Gebäude ausgestrahlt werden. Um die Komplexität des Projektes zu reduzieren, wird die Technik in einzelnen Teilprojekten umgesetzt. Auch die Moderationsflächen und Studios werden deshalb schrittweise in Betrieb genommen. (sda/pd/cbe)



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Kommentare

  • Victor Brunner, 02.07.2021 17:38 Uhr
    Das Chaos im Leutschenbach geht weiter. Scheinbar fehlt dem Management der Mut die Transformation umzusetzen oder es besteht kein Spardruck. Da stellt sich die Frage ob das Management fähig ist das Unternehmen zu führen.
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