04.02.2013

"Stern"

Deutscher Journalist zieht Zelle der Busse vor

Verfasste Erlebnisbericht über seine zwei Tage im Vollzugszentrum Bachtel.

Weil ihm 350 Franken Busse für 16 km/h Tempoüberschreitung zu viel waren, ging Philipp Mausshardt, Journalist des deutschen Magazins "Stern", zwei Tage ins Gefängnis. Im Vollzugszentrum Bachtel im Zürcher Oberland gefiel es ihm laut Erlebnisbericht, der auch in der "NZZ am Sonntag" erschienen ist. "Wenn du Gras rauchen willst, ich kann dir welches besorgen", beschied ihm etwa Mustafa, der in derselben Zelle hauste. Selbst die Angst, allein in die Dusche zu gehen, sei rasch verflogen. "Nie nach der Seife bücken!", hatte ein Freund ihm halb im Scherz geraten. "Doch meine Zellennachbarn sind abends mehr an Dieter Bohlens Supertalenten interessiert", so Mausshardt. Er rechnete zudem vor: Jeder Häftling kostet den Staat rund 200 Franken pro Tag. 350 Franken Strafe gespart, 400 Franken Unterbringungskosten verursacht: "Kein schlechtes Geschäft zu meinen Gunsten." (20min)


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