01.04.2011

1. April

Die Medienscherze im Überblick

Zahlreiche Neuerungen für Zürcher Autofahrer.

Rosa Kreisel im Zürcher Oberland, blau-weisse Fussgängerstreifen in der Stadt Zürich und Autonummern mit wählbaren Buchstaben: Zürcher Autofahrer müssen sich auf zahlreiche Neuerungen einstellen, glaubt man den Zeitungsmeldungen vom 1. April. Raser, Drängler, Rechtsüberholer und Geisterfahrer sollen im Zürcher Oberland der Vergangenheit angehören, wie der "Anzeiger von Uster" und der "Zürcher Oberländer" übereinstimmend am Freitag meldeten. Möglich macht dies eine neue Farbgebung für sämtliche Kreisel: Sie sollen rosa werden, denn diese Farbe wirkt auch in Gefängniszellen beruhigend und aggressionshemmend auf die Insassen.

Es ist 1. April, ein schwerer Tag für Leichtgläubige, denn Zeitungen, Radios und Medienstellen versuchen traditionell, Leser und Hörer aufs Glatteis zu führen.

Blau-weisse Fussgängerstreifen in Stadt Zürich

Besonders aufpassen mussten in diesem Jahr die Autofahrer, die auch der "Landbote" aufs Korn nahm: Weil die Zürcher Autonummern knapp werden, habe die Regierung beschlossen, ab sofort neue Nummernschilder mit Zahlen und Buchstaben einzuführen. Teuer werde dies für all diejenigen, die sich die Kombination selbst aussuchen wollen. Für zwei Kontrollschilder müssten die Autofahrer satte 2060 Franken berappen.

Teuer wird auch der Plan der Stadt Zürich, die Stadtfarben blau-weiss stärker zu betonen. Als Teil der Corporate Identity aber auch weil Verkehrspsychologen dies empfehlen, werden alle 4000 Fussgängerstreifen in Zukunft blau-weiss gestreift, wie die "Neue Zürcher Zeitung" berichtete. Die Stadt lasse sich die aufwendige Neuerung rund 250 Millionen Franken kosten. Noch unklar sei, ob auch eine weitere Massnahme zum Schutz von Fussgängern umgesetzt wird: Versenkbare Barrieren, die kurz vor der Grünphase für Passanten automatisch aus dem Boden fahren. Bis Juli soll ein Pilotprojekt laufen. Die Umsetzung könnte jedoch an den Kosten scheitern.

FCZ baut Fussballstadion in Wädenswil

Ebenfalls um Sicherheitsfragen geht es dem "Tages-Anzeiger". Um die Standfestigkeit der Prime Tower zu prüfen, führen 750 Rekruten verschiedene Belastungstest durch. Dabei müssen sie unter anderem auf dem Dach des Gebäudes möglichst nah an die Brüstung stehen oder hin und her rennen, wie die Zeitung berichtete. In Wädenswil zeichnet sich endlich eine Lösung für das Stadtzürcher Stadionproblem ab, wie die "Zürichsee-Zeitung", Ausgabe Horgen, schreibt. Der FC Wädenswil, die Stadt Wädenswil und der FC Zürich wollen ein Stadion für 20'000 Zuschauer in der Nähe der Autobahn bauen. In den nächsten Tagen soll ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben werden.

Die Fussballer dürften erleichtert sein, vor allem, das sich der Bau des neuen Fussballstadions auf dem Hardturm-Gelände weiter verzögert. Arbeiter haben dort eine 3500 Quadratmeter grosse römische Siedlung entdeckt, wie Radio 1 meldete.

Hundehaltern droht Geldstrafe

Die Gemeinde Wallisellen will noch sauberer werden. Ab sofort werden im Rahmen der Aktion "Mir sind suuber!" gebührenpflichtige Robidog-Säcke eingeführt, wie der "Zürcher Unterländer" schreibt. Die Säcke müssen, gut sichtbar, an die Leine geknüpft mitgeführt werden. Wer ohne ein solches erwischt wird, muss 20 Franken Strafe bezahlen. Weil der Frühling in diesem Jahr besonders früh einsetzte, sind die Salzlager in Meilen noch randvoll gefüllt. Da im kommenden Jahr jedoch eine neue Winterdienst-Methode mit Solewasser eingeführt wird, ist das Streusalz überflüssig. Ein Teil davon wird kostenlos an die Bevölkerung abgegeben.

Der Rest wird einfach in den Zürichsee gekippt, wie die "Zürichsee Zeitung", Bezirk Meilen, berichtete. Damit kein "Tote-Meer-Effekt" eintritt, darf das nicht aufs Mal geschehen sondern über den Tag verteilt. Mit Spannung erwartet das Wasserforschungsinstitut Eawag das Sechseläutenfest. Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass die Zeit bis zur Explosion des Böögg, die so genannte "head-bang-time" (HBT) ein sehr guter Indikator für den Klimawandel ist, wie das Eawag mitteilte. So sind die HTBs seit 1990 eindeutig kürzer als in der Periode von 1973-1989. (sda)


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