12.12.2012

Peer Teuwsen

"Die Schweiz ist so spannend wie noch nie"

Der "Journalist des Jahres" über seine Auszeichnung.

Peer Teuwsen ist "Journalist des Jahres". Der Redaktor und Macher der Schweizer Seiten der "Zeit" wurde am 11. Dezember 2012 vom Fachmagazin "Schweizer Journalist" für seinen Qualitätsjournalismus geehrt (persoenlich.com berichtete). persoenlich.com hat sich mit dem frisch Gekürten über die Bedeutung seiner Auszeichnung, sein berufliches Wohlbefinden und seine Freude auf die Zukunft unterhalten:

Herr Teuwsen, herzliche Gratulation zur Auszeichnung 'Journalist des Jahres'. Wie überraschend kam diese Ehrung für Sie?

Sehr überraschend. Ich hatte ja, im Gegensatz zu anderen nominierten Journalisten von grossen Schweizer Verlagen oder von der SRG, keine Hausmacht hinter mir. Umso mehr hat mich diese Auszeichung gefreut.

Was bedeutet Ihnen dieser Titel?

Er ist vor allem eine wunderbare Rückmeldung auf meine Arbeit – und auch auf diejenige meiner Mitstreiter Matthias Daum und Ralph Pöhner, ohne die das alles gar nicht möglich wäre. Wir alle haben dieses Jahr sehr viel gearbeitet.

Die Ehrung ist laut Komitee eine Bestätigung für die Qualität der Schweizer Seiten in der "Zeit". Wie wirkt sich diese Auszeichnung auf Ihre Arbeit aus?

Wie Sie sagen: Es ist eine Bestätigung, die auch in der Zentralredaktion und beim Verlag in Hamburg mit Begeisterung aufgenommen wurde. Das hat unserem Stellenwert im Haus sicherlich nicht geschadet. So etwas ist wichtig.

In der Begründung hiess es unter anderem, Sie haben 'mit den Schweizer Seiten der 'Zeit' eine neue Stimme im politischen Diskurs etabliert'. Wie unterscheidet sich diese Stimme von jenen der anderen Medien?

Vielleicht behandeln wir die Fragen, die sich der Schweiz stellen, ein bisschen grundsätzlicher und zukunftsgerichteter als andere. Wir merken einfach, dass wir oft zitiert und abgeschrieben werden. So muss es sein.

Sie sind seit 2008 verantwortlich für die 'Schweizer 'Zeit'. Wie geht Ihre Arbeit dort weiter?

Meine Losung heisst: Weitermachen! Wir müssen noch besser werden, mehr inhaltsreiche Schwerpunkte setzen, auch noch öfter überraschen – und, was das Schwerste ist, dabei den Humor nicht verlieren. Aber die Schweiz ist so spannend wie noch nie. Deshalb freue ich mich auf die Zukunft.

Sie sind ein angesehener Journalist und erhalten sicherlich des öfteren Angebote für neue Herausforderungen. Wie lange werden Sie der "Zeit" erhalten bleiben?

Ich habe noch nie bei einer Zeitung gearbeitet, die so debattenfreudig und gleichzeitig so familiär ist. Ich fühle mich sehr wohl.

Gibt es 2013 irgendwelche Änderungen bei den Schweizer Seiten?

Ja, es wird Änderungen geben. Aber die sind noch nicht spruchreif.

Interview: Claudia Thöny


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen