Roger Köppel, erst einmal herzliche Gratulation zum neuen Job. Warum erfolgt Ihr Wechsel gerade jetzt, wo die Weltwoche endlich finanziell auf gesunden Beinen steht?
Der Abschied von der Weltwoche fällt mir emotional sehr schwer. Ich wäre gerne länger geblieben als mein vertraglich festgelegtes Dreijahres-Commitment, das diesen Frühling ausläuft. Aber die Herausforderung in Deutschland wollte und musste ich annehmen.
Die Richtung, in die Sie die Weltwoche in letzter Zeit gesteuert haben, war nicht ganz unumstritten. Dies, nachdem Sie und Ihr Team viele Lorbeeren nach dem erfolgreichen Relaunch geerntet hatten. So gesehen kommt das Angebot aus Deutschland gerade recht. Ergreifen Sie die Flucht?
Ich bitte Sie. Es kommt nicht allzu häufig vor, dass einem eine derart interessante Aufgabe angeboten wird. Wir werden bis im Sommer genügend Zeit haben, die Nachfolge vorzubereiten.
Bei der Weltwoche hatten Sie die alleinige Verantwortung, bei der Welt sind Sie dem obersten Verantwortlichen Jean-Eric Peters unterstellt. Was bedeutet das für den "Haudegen" Köppel?
Keine Ahnung. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Jan-Eric Peters.
Die Welt ist eine Tageszeitung, bis jetzt waren Sie Chefredaktor zweier Wochenmagazine. Wie bereiten Sie sich auf diesen Challenge vor?
Jeden Morgen eine Stunde rudern.
Können Sie bereits etwas über mögliche Änderungen bei Der Welt sagen?
Nein.
Sie haben die Weltwoche-Redaktion unter Ihrer Ägide personell stark umbesetzt. Werden Sie Leute mit nach Berlin nehmen?
Darüber mache ich mir keine Gedanken.
Definieren Sie bitte zum Schluss noch das Profil Ihres idealen Nachfolgers bei der Weltwoche.
Es liegt nicht an mir, diese Frage zu beantworten. Wer immer es werden wird, er/sie kann sich auf ein hervorragendes Team freuen und einen der faszinierendsten Titel der Schweiz.
(Interview: Almut Berger).
Roger Köppel...

