er deutsche Medienkonzern Axel Springer hat dank seines
stark wachsenden digitalen Geschäfts und seiner Auslandsaktivitäten im
abgelaufenen Jahr ein Betriebsresultat in Rekordhöhe eingefahren. Die digitalen
Medien lösten 2012 die inländischen Zeitungen als stärksten Geschäftsbereich ab.
Der Medienkonzern, zu dem unter anderem die "Bild"-Zeitung gehört, will das
Digitalgeschäft nun noch schneller und stärker ausbauen als bisher. "Wir wollen das führende digitale Medienunternehmen werden", sagte Konzernchef Mathias Döpfner am Mittwoch.
Den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) konnte Axel Springer im Vergleich zu 2011 um 5,8 Prozent auf 628 Mio. Euro steigern. Der Umsatz stieg um 3,9 Prozent auf 3,3 Mrd. Euro. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen mit 275,8 Mio. Euro allerdings rund 4,7 Prozent weniger als noch
2011.
Döpfner bezeichnete den Aufstieg der digitalen Medien zum stärksten Geschäftsbereich als "Zeitenwende" und kündigte zugleich an, diese Entwicklung voranzutreiben. Dies kostet allerdings Geld: Axel Springer rechnet fürs laufende Jahr mit einem Ergebnisrückgang.
Ausserdem will der Konzern noch nicht genau definierte Strukturanpassungen im Printgeschäft vornehmen. In diesem Bereich gingen im vergangenen Jahr national wie auch international die Erlöse zurück.
In der Schweiz verlegt Axel Springer unter anderem die Zeitschrift "Beobachter", die "Handelszeitung" sowie die Programmzeitschrift "Tele". (sda/rtd/dpa)
06.03.2013
Axel Springer
Digitale Medien erstmals umsatzstärkstes Segment
Digitale Erlöse lösten Zeitungen als wichtigsten Umsatzträger ab.
Kommentar wird gesendet...
Kommentarfunktion wurde geschlossen

