15.11.2012

SVP

"Direkte" und "unaufgeregte" Kommunikation

Silvia Bär zum SVP-Extrablatt.

Die SVP kündigte an, die Schweizer Haushalte mit einem Extrablatt zu bedienen (persoenlich.com berichtete). Das 22-seitige Parteiwerk kommt am Freitag, 16. November, mit einer Auflage von 4 Millionen in die Schweizer Haushalte. Silvia Bär, stv. Generalsekretärin der SVP Schweiz, erklärt, was den Leser erwartet. Das Interview:

Die SVP will mit ihrem Extrablatt ungefiltert informieren. Da klingt wieder die bekannte Opferhaltung an. Ist die Berichterstattung über die SVP in den Schweizer Medien denn zu gefiltert?

Für die Partei ist es wichtig, direkt und unaufgeregt mit den Bürgerinnen und Bürgern kommunizieren zu können und dabei die Breite der Themen und der Personen aufzeigen zu können, die in der Verantwortung stehen, für die Schweiz zu politisieren. Wer täglich mehrere Zeitungen liest, stellt fest, dass es selten bis nie unterschiedliche Haltungen und Einschätzungen von einer Zeitung zur nächsten gibt.

Wer finanziert das 950'000-Franken-Extrablatt?

Verschiedene Unternehmer unterstützten uns dabei, ein weiterer Teil stammt aus der Wahlkampfkasse der letzten eidgenössischen Parlamentswahlen.

Worum geht es inhaltlich genau? Vor 20 Jahren hat das Schweizer Volk über einen EWR-Beitritt abgestimmt, spielt dieses "Jubiläum" und der EWR ebenfalls eine Rolle?

Ja, der schleichende EU-Beitritt, wie er vom Bundesrat und der gesamten Verwaltung kontinuierlich vorangetrieben wird, macht der SVP grosse Sorgen in Bezug auf die Zukunft des Landes.

Welche Autoren schreiben für das Blatt?

Siehe Zeitung: viele Parteiexponenten und einige externe Gastkommentatoren wie Professor Janssen, Professor Jäger und Peter Amstutz (ehemaliger Bundeshausredaktor der BAZ).

Handelt es sich bei der Publikation um eine einmalige Angelegenheit oder kommen noch weitere Extrablätter?

Dies ist momentan noch offen und hängt auch von den Rückmeldungen auf diese Ausgabe ab. Natürlich ist das Erscheinen allfälliger weiterer Ausgaben auch von den dazu notwendigen Spenden abhängig.

Interview: Benedict Neff


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