Im Streit um die Onlinewerbung der SRG steht eine neue Etappe bevor: Medienministerin Doris Leuthard hat die Parteien zu einem runden Tisch am 30. April gerufen. Das bestätigt ihr Departement, das Uvek, gegenüber der "Sonntagszeitung". Zwar hält sich Leuthard mit der Traktandenliste zurück, doch darf die Einladung der Bundesrätin als Zeichen für eine Annäherung zwischen Verlegern und Rundfunkunternehmen verstanden werden.
Verlegerdirektor Urs F. Meyer schreibt im Verbandsorgan, dass "Kooperationen angedacht worden" seien. Zeitungsmacher und SRG haben nach Abschluss ihrer Gesprächsrunde Ende März Leuthard je einen Bericht zugestellt, indem die Positionen dargelegt werden. Der Streit begann 2010 mit dem Gesuch der SRG, auch im Internet werben zu dürfen die Verlage versuchen seither, den Eintritt des Mediengiganten in den Onlinewerbemarkt abzuwehren. Sie befürchten Nachteile gegenüber dem gebührenfinanzierten Unternehmen. Ihr zentrales Argument ist das Wachstum des TV-Werbemarktes: "Die SRG kann keine finanziellen Gründe für die Freigabe des Onlinewerbemarktes mehr geltend machen", so Meyer. (SoZ)

