31.08.2012

Eritrea

Drei Journalisten sterben in berüchtigtem Gefängnis

Haftanstalt als "Todeslager" und "afrikanischen Gulag" bezeichnet.

Drei seit mehr als einem Jahrzehnt in Eritrea inhaftierte Journalisten sind im Gefängnis gestorben. Dies hätten Gefängniswärter berichtet, die aus dem autoritär regierten Staat am Roten Meer geflohen seien, teilte die Organisation Reporter ohne Grenzen am Donnerstag mit. "In Eritrea werden Journalisten ins Gefängnis geworfen, nur weil sie es wagen, ihre Meinung zu sagen", erklärte die Organisation. Einige von ihnen würden seit mehr als zehn Jahren festgehalten.

Die drei toten Journalisten Dawit Habtemichael, Mattewos Habteab und Wedi Itay waren Ende 2001 festgenommen worden, als Präsident Issaias Afeworki verstärkt gegen die unabhängige Presse vorging. Afeworki regiert Eritrea seit der Unabhängigkeit des nordostafrikanischen Landes von Äthiopien im Jahr 1993 mit harter Hand. Die Journalisten waren in dem berüchtigten Wüsten-Gefängnis Eiraeiro im Nordosten des Landes festgehalten worden. Reporter ohne Grenzen bezeichnet die Haftanstalt als "Todeslager" und "afrikanischen Gulag". (sda/dpa)


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