Zum Frauenstreiktag vom 14. Juni hat sich der «Beobachter» für eine Ausgabe umgetauft. Die «Beobachterin» erschien am Freitag und thematisiert unter anderem die Gleichstellung von Frau und Mann.
Aussergewöhnliches findet sich schon auf der ersten Seite: «Beobachter»-Textproduzentin Sarah Berndt schreibt das Editorial. Sie beginnt den Leitartikel mit den Worten: «In der 93-jährigen Geschichte des ‹Beobachters› bin ich die erste Frau, die das Editorial schreibt.» Mit dem Themen Schwerpunkt wolle der «Beobachter» ein Zeichen setzen – auch sprachlich. «Für einmal ist die Mehrzahl weiblich: Mit Leserinnen sind die Leser mit gemeint», so Berndt weiter.
Ein Blick auf einen Artikel zum Thema Klima und Fliegen zeigt, dass die weibliche Form in der kompletten Ausgabe verwendet wurde: «Tessinerinnen könnten ab Mailand fliegen, Ostschweizerinnen ab München», heisst es im Bericht. Neben der Print-Ausgabe hat das Blatt von Ringier Axel Springer Schweiz (Rasch) auch seinen Web-Auftritt angepasst und heisst auch online «Beobachterin». Zudem kommt man über die Domain Beobachterin.ch ebenfalls auf die Website. (log)



