«Eine pragmatische Lösung wäre vernünftig»

UKW | Wappler - Der Nationalrat will UKW verlängern – und SRF-Direktorin Nathalie Wappler kündigt überraschend ihren Rücktritt an: Im persoenlich.com-Podcast analysieren Verleger Matthias Ackeret und Redaktionsleiter Christian Beck zwei grosse Medienereignisse.

Der Nationalrat hat am Dienstag mit 124 zu 62 Stimmen bei 8 Enthaltungen eine Motion angenommen, die eine Verlängerung der UKW-Konzessionen über 2026 hinaus verlangt (persoenlich.com berichtete). Der ursprüngliche Plan, das analoge Radio Ende 2026 definitiv abzuschalten, stiess auf breiten Widerstand. Auslöser waren die Hörerverluste der SRG nach deren UKW-Abschaltung Ende 2024.

Die Verkehrskommission warnte vor den Folgen für werbefinanzierte Privatradios. Roger Schawinski, der als Einzelkämpfer gegen die Abschaltung kämpfte, erhielt plötzlich Unterstützung von den Radioverbänden, die ihre Position änderten. Der Bundesrat hatte die Motion zur Ablehnung empfohlen und verwies darauf, dass die Abschaltungsinitiative ursprünglich von der Branche selbst kam. Das Geschäft geht nun an den Ständerat. «Eine pragmatische Lösung wäre vernünftig», findet Verleger Matthias Ackeret.

Überraschender Rücktritt bei SRF

SRF-Direktorin Nathalie Wappler kündigte letzte Woche unerwartet ihren Rücktritt per April 2026 an. Sie begründete den Schritt mit dem abgeschlossenen Transformationsprojekt der SRG und den beendeten Sparprogrammen. Über die Nachfolge wird bereits spekuliert. Christian Beck, Redaktionsleiter persoenlich.com, stellt die grundsätzliche Frage, ob es künftig überhaupt noch eine klassische SRF-Direktion geben soll.

Die neuste Podcastfolge wurde am Dienstag in den Redaktionsräumen der persönlich Verlags AG in Zürich-Wiedikon aufgezeichnet. Der persoenlich.com-Podcast erscheint wöchentlich immer am Dienstag und ist auf unserer Website sowie auf allen gängigen Podcastplattformen – wie Spotify oder Apple Podcast – verfügbar. In Zweierkonstellation diskutiert die Redaktion über aktuelle Themen und Ereignisse, die in der Schweizer Medien- und Kommunikationsbranche für Schlagzeilen gesorgt haben. (red)