15.06.2008

Kinderporno-Affäre

Entlassener RSR-Informatiker tritt in Hungerstreik

Protest gegen Kündigung geht weiter.

er Informatiker, der im Rahmen der Affäre um kinderpornografische Bilder beim Westschweizer Radio (RSR) entlassen worden ist, ist am Freitag in den Hungerstreik getreten. So will er erreichen, dass das Radio ihn wieder einstellt.

Der Mann protestiert bereits seit dem 13. Mai mit einem Sit-in vor dem Radiogebäude in Lausanne gegen seine Entlassung. Zugunsten einer Reise nach Portugal, wo er seine Geschichte den Medien erzählte, hatte er die Aktion allerdings unterbrochen.

Am Freitagmorgen um 1.00 Uhr nahm er das Sit-in wieder auf und verweigert seither jegliche Nahrung. Er ernähre sich nur von Wasser, Tee und Saft, sagte er der Nachrichtenagentur SDA. Der Informatiker will seinen Hungerstreik vorerst bis zum Final der EURO 2008 vom 29. Juni durchhalten. Danach will er entscheiden, ob er weitermacht oder nicht.

Dem Mann war gekündigt worden, nachdem er Anfang März publik gemacht hatte, dass ein RSR-Kadermitglied kinderpornografische Bilder vom Internet geladen hatte. Die Bilder hatte der Informatiker bereits im Jahr 2005 entdeckt und der Direktion gemeldet. Der Kadermann war verwarnt worden, von weiteren Schritten hatte die Direktion jedoch abgesehen.


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