Auf das Gebäude der Neuen Zürcher Zeitung in Zürich ist am Samstag aus einer Pro-Palästina-Demonstration heraus ein Farbanschlag verübt worden. Unter anderem wurde der Eingangsbereich mit einem grossflächigen Hamas-Dreieck besprüht. Das Zeichen gilt als Symbol für ein Anschlagsziel. Die Zürcher Stadtpolizei hat am Samstagabend unter dem Einsatz von Gummischrot und Reizstoff zehn Personen verhaftet, wie sie mitteilte.
NZZ-Chefredaktor Eric Gujer nimmt gegenüber der deutschen Wochenzeitung Jüdische Allgemeine Stellung zu den Ereignissen: «Offenkundig richtet sich der Anschlag gegen unsere Berichterstattung über die Kriege im Gazastreifen und in Libanon. Natürlich weichen wir nicht der Gewalt, auch nicht der gegen Sachen.» Antisemitismus und die Verherrlichung terroristischer Massaker hätten in Europa ein besorgniserregendes Ausmass erreicht. Das mache auch vor der Schweiz nicht halt. Es sei daher umso wichtiger, dass die NZZ dagegen ihre Stimme erhebe, fügt er an.
Die Polizei konnte den entstandenen Sachschaden nicht beziffern. Am Montagmorgen waren beim NZZ-Eingang Reinigungskräfte dabei, die Sprayereien zu beseitigen. (wid)

