Bei der linksliberalen deutschen Tageszeitung "Frankfurter Rundschau" soll der Betrieb über das vorläufige Insolvenzverfahren hinaus fortgeführt werden. Der Betrieb werde fortgeführt, um Investorengesprächen eine Chance zu geben. Die Mediengruppe DuMont Schauberg und die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft kündigten als Gesellschafter eine finanzielle Beteiligung an einer Transfergesellschaft an, wie ein Verlagssprecher am Dienstag mitteilte. Mit der Transfergesellschaft soll möglichst vielen Arbeitnehmern eine neue Perspektive eröffnet sowie soziale Härten abgefedert werden, hiess es in der Mitteilung.
Das vorläufige Insolvenzverfahren bei der "FR" endet am Donnerstag. Insolvenzverwalter Frank Schmitt informiert deshalb am Mittwoch die Mitarbeiter des Druck- und Verlagshauses in einer Betriebsversammlung über den weiteren Verlauf. Derweil unterbreitete das türkische Medienunternehmen "Estetik Yayincilik" nach eigenen Angaben ein Angebot für die "Frankfurter Rundschau". Ein Sprecher des Insolvenzverwalters wollte das nicht kommentieren. (sda)

