06.12.2007

Studie

Fernsehen auf Abruf erlebt Wachstumsschub

Umsätze sollen sich bis 2011 verdoppeln.

Die Nutzung von Video on Demand (VoD) und Pay-per-View-Angeboten (PPV) via Fernseher erlebt in Westeuropa einen kräftigen Wachstumsschub. Zwar nutzen derzeit kaum acht Prozent der Haushalte echte VoD-Dienste, doch bis zum Jahr 2011 wird bereits jeder fünfte Haushalt grundsätzlich dazu fähig sein, Videofilme individuell und zeitunabhängig über das TV-Gerät abzurufen.

Wie die Ergebnisse einer aktuellen Studie von Screen Digest und Goldmedia belegen, soll die Entwicklung der VoD- und PPV-Services in den kommenden Jahren kräftig in Schwung kommen. Bis 2011 werden sich die Umsätze in dem Bereich in Westeuropa verdoppeln und auf drei Mrd. Euro ansteigen. In Deutschland wurden im vergangenen Jahr beispielsweise rund 80 Mio. Euro mit Video on Demand umgesetzt - bis 2011 soll sich diese Zahl verfünffachen.

Während bisher insbesondere Kinofilme im Interesse der VoD-Nutzer standen, soll laut Studie in den kommenden Jahren auch die Nachfrage nach TV-Inhalten und Nischenangeboten zunehmen. 2001 etwa hatten Blockbuster noch einen Umsatzanteil von rund 60 Prozent, 2006 lag dieser mit 30 Prozent nur noch bei der Hälfte. Gleichzeitig hat sich die Beliebtheit von Sportsendungen deutlich gesteigert. Dennoch werden Kinofilme weiterhin von der wachsenden Abonnenten- und Abrufzahl im Video-on-Demand-Geschäft profitieren. Die Experten rechnen beispielsweise für das Jahr 2009 noch immer mit einem Umsatzanteil im On-Demand-Segment von 700 Mio. Euro.

Derzeit generieren die fünf grössten europäischen Märkte Grossbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien noch den Hauptanteil am on-Demand-Umsatz. Laut Studie holen jedoch andere Regionen wie etwa Skandinavien kräftig auf. Global gesehen ist der US-Markt bislang am weitesten entwickelt. Dort werden mittlerweile auch immer mehr kostenlose Services angeboten, während in Europa noch die Bezahl-Modelle überwiegen. Laut Experten soll sich aber auch der europäische Markt künftig stärker in Richtung Gratis-Angebote wandeln. (pte)


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen