06.07.2008

comedia

Festnahme eines Zürcher Fotografen verurteilt

Unterstützung für gerichtliches Vorgehen zugesichert.

Am Freitag veranstaltete die Gruppe "Brot und Aktion" gegen die Fussball-Euro eine politische Aktion mit Konzert im alten Fussballstadion Hardturm in Zürich. Dagegen intervenierte die Zürcher Stadtpolizei mit "unerhörter Härte und Brutalität", wie die Mediengewerkschaft comedia in einem Communiqué mitteilt. Diesen Einsatz fotografierte der Fotojournalist Klaus Rozsa.

Auf die Aufforderung, mit fotografieren aufzuhören, wies der Fotojournalist laut comedia darauf hin, dass er als Medienschaffender berechtigt ist, einen solchen Polizeieinsatz zu beobachten und zu fotografieren. Danach wurde er nach Angaben der Mediengewerkschaft von zwei Polizisten überwältigt, festgenommen und ohne Angabe von Gründen über eine Stunde auf der Hauptwache Urania festgehalten. Danach sei er, ohne Einvernahme, ohne Protokoll, ohne Antwort auf die Frage nach dem Festnahmegrund freigelassen worden.

Die Mediengewerkschaft comedia verurteilt das Vorgehen der Zürcher Polizei aufs Schärfste. Mit diesem Vorgehen sei die verfassungsmässig garantierte Pressefreiheit verletzt und ein Medienschaffender, der sich mit einem anerkannten Presseausweis legitimieren kann, an seiner Arbeit gehindert worden. comedia will den Fotojournalisten bei seinem gerichtlichen Vorgehen gegen die Polizeibehörden unterstützen.


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