Weltwoche-Kolumnist Kurt W. Zimmermann verteidigt seinen obersten Chef Filippo Leuteneggerals "verkannten Freigeist", der von den Medien nur als Abweichler gescholten werde, weil er von der Parteilinie nach rechts anstatt nach links abweiche.
Leutenegger, der das Schengen-Abkommen ablehnt, hatte sich mit anderen Politikern, die das Schengen-Abkommen ablehnen, getroffen. Leutenegger ist in der Geschäftsleitung der FDP, die für das Schengen-Abkommen ist. "That's it", so hat Kurt W. Zimmermann die Geschichte verstanden, die für ziemlichen (Bounevard-)Medien-Wirbel sorgte. Die Medien hätten als Reaktion darauf vom "Sololauf" Leuteneggers und davon, dass er die Partei spalte, geschrieben. Zimmermann versteht nicht, wie ein Sololäufer eine Partei spalten könne, der Spalt verlaufe ja nur zwischen Sololäufer und der Restpartei.
Da Leutenegger zugleich oberster Weltwoche-Chef sei, wäre es gemäss Zimmermann einfach, die Rolle des unabhängigen Kolumnisten "mit ein paar weiteren Kopfnüssen gegen ihn zu untermauern". Das tut "Zimmi" jedoch nicht. Er stellt fest, dass Politiker, die von der Parteilinie nach Links abweichen, von den Medien als Freigeister gelobt und nicht als Abweichler gescholten werden. Es komme der Verdacht, dass es in der Medienresonanz weniger um die Querdenker an sich, als vielmehr um den Vektor der Abweichung gehe.

