Im August und September lancieren der Tages-Anzeiger und Tamedia den «Tagi Crime Summer», wie es in einer Mitteilung heisst. In zwei Podcast-Serien in Zusammenarbeit mit der Agentur Podcastschmiede werden sowohl der Gerichtspsychiater Frank Urbaniok als auch Journalistinnen und Journalisten aus der Tagi-Redaktion während sechs Wochen Kriminalfälle aus der Schweiz beleuchten.
Das Herzstück des «Tagi Crime Summer» bildet der Podcast «Hinter der Tat» für Abonnentinnen und Abonnenten, in dem Frank Urbaniok in fünf Folgen über Fälle spricht, die er selbst begleitet hat. Den Auftakt der Serie machen zwei bekannte Verbrechen: das Attentat von Zug und der Todesfahrer von Emmen.
Drei weitere bisher unveröffentlichte Fälle werden erstmals öffentlich diskutiert. Der Fokus der Serie liegt laut Mitteilung auf der Psyche von Täterinnen und Tätern aus forensischer Perspektive, und wie die Gesellschaft mit Verbrechen umgeht. Die Podcast-Folgen werden ab dem 4. August jeweils freitags veröffentlicht und sind online mit begleitenden Artikeln verfügbar.
Zudem bietet Tamedia im kostenfreien Podcast «Apropos» auch am Freitag Gespräche mit Journalistinnen und Journalisten von Tagi und Tamedia, die zu verschiedenen Schweizer Kriminalfällen recherchiert haben. Sie liefern Einblicke in die Hintergründe weiterer Fälle und ergänzende Informationen zu den Geschehnissen aus «Hinter der Tat», heisst es weiter. Den Anfang macht Michèle Binswanger, die sich mit dem Galeristenmord vom Zürichberg beschäftigt hat. Die Serie startet ebenfalls am 4. August und komplettiert den «Tagi Crime Summer» mit weiteren Artikeln auf der Website.
«Komplexe und vielschichtige Themen»
Der Startschuss zum «Tagi Crime Summer» fällt bereits diesen Freitag, 28. Juli, wenn Frank Urbaniok im Auftakt-Podcast über Verbrechen, Forensik und das Böse in der Schweiz spricht. Urbaniok wird dabei nicht nur von seinen Erfahrungen berichten, sondern auch einen Ausblick auf die im August folgende Podcast-Serie geben.
Ergänzt wird die Podcast-Reihe gemäss Mitteilung mit umfangreichen Beiträgen in Print und Online sowie Postings auf Social-Media-Kanälen. Bestehende Artikel zum Thema werden zudem neu aufbereitet und in einer eigenen Sektion «Crime Summer» auf der Frontseite (jeweils donnerstags bis sonntags) präsentiert.
«Anders als viele denken, handelt es sich bei Forensischer Psychiatrie und Kriminologie um komplexe und vielschichtige Themen», so Frank Urbaniok, Gerichtspsychiater. «Ihnen wird man nicht durch einfache Stereotypen nach dem Schwarz-Weiss-Muster gerecht. Das kann man am besten durch einen Blick hinter die Kulissen anhand konkreter Fallbeispiele verdeutlichen. Hier abseits von Verkürzungen und Schlagzeilen zu informieren, ist wichtig.»
Kerstin Hasse, Chefredaktion Tages-Anzeiger: «Der Tages-Anzeiger möchte sein Podcast-Portfolio weiter schärfen und ausbauen. Mit dieser True-Crime-Initiative möchten wir eine Lücke im Schweizer Podcast-Markt schliessen.» (pd/yk)

