14.02.2013

Reporter ohne Grenzen

Französischer Journalist aus irakischem Gefängnis entlassen

Mehr als 18'000 Unterschriften gesammelt.

Ein französischer Journalist ist nach gut drei Wochen aus einem irakischen Gefängnis entlassen worden. Nadir Dendoune sei auf Kaution freigekommen, sagte ein Sprecher der Organisation Reporter ohne Grenzen der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag.

Die Organisation berief sich auf Angaben aus der französischen Botschaft in Bagdad. Dendoune habe das Gefängnis demnach in einem gepanzerten Wagen in Begleitung des französischen Botschafters verlassen. Eine Frau aus Dendounes Umfeld bestätigte, dass der Journalist freigekommen sei und sich beim französischen Botschafter aufhalte.

Der Sprecher von Reporter ohne Grenzen sagte, die Höhe der Kaution sei noch unbekannt. Offen sei zudem die Frage, ob Dendoune im Irak bleiben müsse.
 
Dem 40-Jährigen wird vorgeworfen, ohne Genehmigung das Hauptquartier des irakischen Geheimdienstes sowie Polizei- und Armeeabsperrungen fotografiert zu 
haben. Er war seit dem 23. Januar inhaftiert.
 
Dendoune arbeitet unter anderem für die Zeitung "Le Monde Diplomatique". Für seine Freilassung waren mehr als 18'000 Unterschriften gesammelt worden. (sda)


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