08.04.2011

Unesco

Freedom Prize für iranischen Journalisten

Ahmad Zeidabadi sitzt in Haft.

Der inhaftierte iranische Journalist Ahmad Zeidabadi ist Preisträger des "World Press Freedom Prize 2011". Mit der Auszeichnung ehre die Unesco dessen ausserordentlichen Mut und seinen Einsatz für Meinungsfreiheit, Demokratie und Toleranz, kommentierte Jury-Präsidentin Diana Senghor. "Dieser Preis ist zugleich ein Zeichen der Anerkennung für das starke Engagement des iranischen Volkes für Menschenrechte - trotz brutaler Unterdrückung durch die Regierung", liess US-Aussenministerin Hillary Clinton am Freitag mitteilen.

Ahmad Zeidabadi arbeitete vor seiner Festnahme unter anderem für die Zeitungen "Azad" und "Hamshahari" sowie die BBC. Zudem lehrte er als Politikprofessor. In Folge der von Betrugsvorwürfen überschatteten Wahlen im Jahr 2009 war er als Regimegegner festgenommen und zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Zudem darf er im Iran nie wieder als Journalist arbeiten. Bereits vor der jüngsten Verurteilung war der 1966 geborene Zeidabadi wegen kritischer Arbeiten mehrfach im Gefängnis gelandet.

Der mit 25'000 Dollar dotierte Preis für Pressefreiheit der Unesco wird seit 1997 verliehen. Namensgeber der Auszeichnung ist der 1987 ermordete kolumbianische Journalist Guillermo Cano. Im vergangenen Jahr wurde die chilenische Journalistin Mónica González Mujica für ihren Kampf gegen die frühere Diktatur in ihrer Heimat geehrt. Die ermordete russische Journalistin und Menschenrechtskämpferin Anna Politkowskaja wurde 2007 posthum ausgezeichnet. (sda)


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