20.03.2013

Zeitungsdruck

Freiburger Kantonsparlament verschiebt Prüfung von Staatshilfe

Dringlichkeit der Motion wurde abgelehnt.

 

Der freiburgische Grosse Rat hat es am Mittwoch abgelehnt, einen parlamentarischen Vorstoss für Staatshilfe an die Freiburger Paulusdruckerei als dringlich zu erklären. Der Vorstoss wird nun erst im Sommer oder gar Herbst behandelt. Mit der Motion wollen zwei SP-Grossräte erreichen, dass die "Freiburger Nachrichten" ihren Entscheid rückgängig machen, ab 2015 die Zeitung in Bern statt wie heute bei der Paulusdruckerei herstellen zu lassen. Der Kanton Freiburg soll während fünf Jahren die Kostendifferenz übernehmen.
 
Der Verwaltungsrat der "Freiburger Nachrichten" hatte im Januar bekanntgegeben, aus Kostengründen werde die Zeitung künftig in Bern hergestellt. Die Paulusdruckerei kündigte in der Folge die Schliessung der Zeitungsdruckerei und den Abbau von 50 Stellen an. Der SP-Vorstoss stiess am Mittwoch im Freiburger Kantonsparlament insbesondere bei der Rechten auf Widerstand. Angesichts der Überkapazitäten in der Druckindustrie sei der Kampf um die Arbeitsplätze von Vornherein zum Scheitern verurteilt, hiess es etwa. Mit 61 zu 28 Stimmen bei zwei Enthaltungen lehnte
der Rat die Dringlichkeit der Motion ab. (sda)

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