Nicht zu beweisen: Das Zürcher Obergericht hat am Dienstag einen beschuldigten 26-jährigen Werkstudenten vom Vorwurf der Gehilfenschaft zu mehrfacher Drohung gegen "Blick"-Journalisten freigesprochen. "Wir sind nicht überzeugt von Ihrer Unschuld", bekam der FCZ-Fan bei der Urteilsbegründung vom Gerichtsvorsitzenden zwar zu hören, wie die NZZ schreibt. Im Gegensatz zum Bezirksgericht Zürich kamen die Oberrichter im Sinne des Verteidigers dennoch zu einem vollen Freispruch. Es fehle dem Gericht letztlich die Beweislast. Dem Beschuldigten wurden zudem 2300 Franken Genugtuung zugesprochen.
Forellen und Flyer
Am 3. November 2011 explodierte bei einem Auswärtsspiel gegen Lazio Rom eine Knallpetarde in den Händen eines FCZ-Fans. Dabei verlor er drei Finger. Der "Blick" veröffentlichte in der Folge Bilder des Petardenwerfers - die Augenpartie war geschwärzt - und bezeichnete ihn als "Petarden-Trottel" (persoenlich.com berichtete).
Am 10. November lagen in den Briefkästen von zwei "Blick"-Journalisten tote Fische. Zudem wurden Flyer aufgehängt, auf denen Journalisten mit Fotos und Telefonnummern als Kinderschänder, Vergewaltiger und Mörder bezeichnet wurden. Sie erstatteten hierauf Anzeige. (nzz.ch/set)

