Der frühere Chefredaktor des "Tages-Anzeigers", Viktor Schlumpf, ist beim Joggen unerwartet im 73. Lebensjahr verstorben. Heute veröffentlicht der "Tages-Anzeiger" einen Nachruf seines Vorgängers Peter Studer, in welcher er Schlumpf als "hochverdiente Persönlichkeit des Schweizer Journalismus" würdigt.
Schlumpf war von 1987 bis 1991 Chefredaktor des "Tages-Anzeigers". Seine Entlassung führte innerhalb des "Tages-Anzeigers" und der Schweizer Medienszene zu heftigen Diskussionen, welche im überraschenden Rücktritt von Direktionspräsident Heinrich Hächler gipfelte. Für die Redaktion sei Schlumpf das "Opfer einer kurzfristigen, kommerziell geprägten Strategie gewesen", so Studer. Unter Schlumpfs Ägide habe der "Tages-Anzeiger" die "Höchstmarke von 267'000 erklommen."
Nach seinem Abgang beim "Tages-Anzeiger" war der promovierte Germanist Informationschef des EJPD und diente dabei den Bundesräten Arnold Koller und Ruth Metzler. Schlumpf hinterlässt eine Frau und zwei erwachsene Kinder. (ma)

