09.05.2008

SF

Für Aufnahmen von Amokfahrt Geld in die Hand genommen

Vorwurf des Scheckbuch-Journalismus zurückgewiesen.

An der 1.Mai-Demo im Zürcher Kreis 4 raste ein 33-Jähriger Schweizer ungebremst in eine Menschenmenge. TeleZüri und das Schweizer Fernsehen zeigten die schockierenden Bilder des weissen BMW, der einen Mann auf die Kühlerhaube lud und einen Jugendlichen über 200 Meter mitschleifte. Gemäss einem Bericht von presseverein.ch hat das Schweizer Fernsehen für das Video, das die Amokfahrt zeigt und zufällig von einer Augenzeugin gedreht wurde, Geld in die Hand genommen -- genauso wie auch der Privatsender TeleZüri ins Portemonnaie griff, um die Bilder ausstrahlen zu dürfen.

Nach Angaben von presseverein.ch bezahlte das Schweizer Fernsehen 800 Franken für das Amokfahrt-Video. Am Leutschenbach bestreitet man dies: "Wir haben einiges weniger bezahlt", sagt Sprecher David Affentranger. Gemäss seinen Angaben hat SF der Frau, welche die Bilder der Amok-Fahrt aufgenommen hat, eine Entschädigung bezahlt, welche den branchenüblichen Ansätzen entspricht.

Er betont, dass das Schweizer Fernsehen auch in Zukunft keine horrenden Summen für Videos und Bilder bezahlen wird. Zumal die publizistischen Leitlinien vorschreiben würde, wie in solchen Fällen vorzugehen sei. "Wir betreiben keinen Scheckbuch-Journalismus. So etwas gibt es bei SF nicht", so Affentranger gegenüber presseverein.ch.


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