Die Debatte um eine zweite "Arena", lanciert von einem Privatfernsehen {L:https://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=93111, "persoenlich.com" berichtete), wird von der Zeitung "Der Sonntag" weitergetrieben. An der aktuellen Ausgabe kommen im Artikel auf Seite 27 mehrere Privatfernsehsender zu Wort. Der Text macht deutlich, dass die Idee grundsätzlich auf Interesse stösst und vielleicht schon in drei Monaten Realität sein könnte.
Gefragt wurden die Privat-TV-Sender, ob sie sich an einer regionenübergreifenden, privaten Arena beteiligen würden. Darauf äusserten sich das Schaffhauser Fernsehen, Tele M1 und TV Ostschweiz positiv. Auch Markus Gilli von TeleZüri findet eine Beteiligung denkbar, genauso wie Patrick Teuscher von TeleBärn. Derweil ist man offensichtlich bei TeleBasel skeptischer. "Man würde sich eher nicht beteiligen", denn der Aufwand wäre laut Willy Surbeck "gigantisch".
Als weiterhin strittig, werden im Artikel folgende Punkte genannt: der ideale Sendeplatz, die Finanzierung und der Kostenschlüssel. Problematisch sei auch, dass einige der befragten Sender bereits eine Polit-Talksendung im Programm führen, welche sie nicht konkurrenzieren wollen.
Offen ist zudem die Moderatorenfrage. Hatte die "NZZ am Sonntag" noch vor Wochenfrist Filippo Leutenegger und Roger Köppel als mögliche Moderatoren genannt ( "persoenlich.com" berichtete), werden von den Privatfernsehsendern neue Köpfe ins Spiel gebracht: Tobias Müller vom Polit-Talk auf TVO, Matthias Ackeret von "Teleblocher" im Schaffhauser Fernsehen. Genannt werden auch Reto Brennwald und Markus Gilli sowie Patrick Rohr und Roger Schawinski.
Schliesslich gibt sich Norbert Neininger vom Schaffhauser Fernsehen optimistisch und kämpferisch: "Wenn sich die Privatfernsehsender zum ersten Mal wirklich zusammenschliessen, ergibt sich ein genügend grosses Potential. Da die meisten zu Medienhäusern gehören, könnte man auch für ein wirkungsvolles Marketing sorgen." Und laut einem Interview in der "NZZ am Sonntag" ( "persoenlich.com" berichtete), ist auch SRG-Generaldirektor Roger de Weck über das Vorhaben "zweite Arena" nicht unglücklich: "Das würde mich freuen. Ich mag Wettbewerb, allen tut er gut."

