Die Medienkonzerne Axel Springer und ProSiebenSat.1 planen keine Fusion. Mit einem Zusammenschluss wäre ein deutscher Branchenriese ntstanden. Die beiden Medienkonzerne wollen aber gemeinsam Digital-Projekte vorantreiben, wie die Unternehmen am Mittwoch mitteilten.
Darüber hinaus sei aber keine weitere Zusammenarbeit geplant, erklärte ein ProSiebenSat.1-Sprecher. Bei Springer hiess es: "Weitere gesellschaftsrechtliche Veränderungen sind nicht vorgesehen." Der Münchner Fernsehkonzern und der Verlag mit Sitz in Berlin hatten Insidern zufolge Möglichkeiten eines Zusammenschlusses ausgelotet. Beide Unternehmen hatten sich selbst nicht dazu geäussert. Unmittelbar vor Veröffentlichung der Quartalszahlen teilten sie nun mit, sie wollten künftig digitale Geschäftsideen und Start-ups zusammen fördern.
Dazu seien gemeinsame Investitionen in Unternehmen und Fonds, eine Vernetzung von Programmen und die Beteiligung an Firmen im Tausch gegen Werbezeiten und Werbeflächen geplant. "Es gibt einige Ideen. Wir hoffen, in den nächsten Wochen
Konkreteres sagen zu können", sagte die Axel-Springer-Sprecherin.
Springer hatte vor zehn Jahren ProSiebenSat.1 kaufen wollen, war damals aber auch am Widerstand des Bundeskartellamts gescheitert. Ein Zusammenschluss hätte demnach zu einer zu grossen Marktmacht geführt. Beide Unternehmen verdienen ihr
Geld überwiegend mit Werbung. Auch diesmal hatten Experten nach Bekanntwerden der Spekulationen Anfang Juli Skepsis über die kartellrechtlichen Chancen einer Fusion geäussert. (sda/dpa)
29.07.2015
Axel Springer
Fusion mit ProSiebenSat.1 ist vom Tisch
Spekulationen entpuppen sich als Gerüchte.
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