19.06.2011

SRG

Gebührengelder für Lobbying

Heftige Kritik im Sobli von Hanspeter Lebrument.

Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument kritisiert im "Sonntagsblick" die SRG-Bosse. Sie würden 2 Millionen Franken Gebührengelder für Mittagessen ausgeben, bei denen sie bei Bundespolitikern für Online-Werbung lobbyierten. Zudem findet er das Programm der neuen Führung lahm.

Hanspeter Lebrument spricht sich einmal mehr gegen die Aufhebung des Online-Verbotes für die SRG aus. Diese würde eine ganze Branche in existenzielle Schwierigkeiten bringen. Von den traditionellen Medien - Print, Radio und TV - seien zwei vorwiegend von der öffentlichen Hand dominiert und würden mit 1,2 Mil­liarden Franken Gebühren gefüttert. Deshalb glaubten die Verleger, dass das neue Medium Internet dem freien Markt überlassen werden sollte. Dass der Bundesrat der SRG Online-Werbung erlauben will, findet er folglich falsch. Bis 2020 dürfte mit dem Online-Geschäft eine halbe Milliarde Franken Umsatz erzielt werden, die Hälfte davon würde an die SRG gehen, so die Meinung vom Verlegerpräsident. Die SRG könne mit den Gebühren und diesen zusätzlichen Werbemillionen einen wesentlich besseren Internetauftritt als die privaten Medien anbieten. Letztlich würden die Privaten aus dem Markt gedrängt. Hanspeter Lebrument hofft auf die Teilrevision des Radio- und Fernsehgesetzes. Durch sie bestünde die Möglichkeit, das Online-Werbeverbot ins Gesetz zu schreiben.

Zudem findet Hanspeter Lebrument das Programm der neuen SRG-Spitze lahm. Das die Quoten tiefer seien, habe nichts mit der Online-Nutzung des Programms zu tun. Vielmehr fehlten SF spannende, gute Sendungen.


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