Der Verband Schweizer Presse hat sich am Donnerstag "vehement" gegen die vorgeschlagenen Änderungen der Postverordnung ausgesprochen. Konkret geht es um die Subventionen für die Zeitungszustellung. "In der vorliegenden Form zeichnet sich der Vernehmlassungsentwurf durch zahlreiche inhaltliche, konzeptionelle und formelle Schwächen und Fehler aus", wie es in der entsprechenden Mitteilung heisst.
Der Vernehmlassungsentwurf verkenne, dass konkrete Bemühungen im Gange seien, ein neues, zukunftorientiertes System zur Presseförderung zu erarbeiten. "Mit den vorliegenden, auf kurzfristige Ziele ausgerichteten Änderungsvorschlägen wird eine mittelfristige, durchdachte Gesamtlösung enorm erschwert, wenn nicht sogar völlig verunmöglicht".
Übertroffen werde diese Fehlkonzeption dadurch, dass die vorgeschlagenen Änderungen nicht einmal kurzfristige Vorteile entfalten würden, da die eingesparten Gelder genau dort wieder anfallen würden, wo sie hätten wegfallen sollen: Beim Bund als Eigentümer oder bei den kleinen und mittleren Zeitungen.

