Der Bundesrat will an der Einführung eines Einheitssatzes bei der MWST festhalten und lässt eine entsprechende Botschaft zur Reform der MWST ausarbeiten. Damit setzt er nach Ansicht des Verbandes Schweizer Presse ein falsches Signal, indem Konsumgüter des täglichen Bedarfs wie Zeitungen, Zeitschriften, Bücher oder Lebensmittel, welche heute einem reduzierten Satz von 2.4 Prozent unterliegen, massiv verteuert würden.
Diese zusätzliche finanzielle Belastung würde laut Schweizer Presse schlussendlich auf den Konsumenten überwälzt werden müssen. Im Bereich der Presse vermöge der angespannte Markt dies nicht mehr zu tragen. Der Verband sieht die Pressevielfalt gefährdet, insbesondere kleine und mittlere Medienunternehmen und auflagenschwächere Publikationen wären betroffen.
Ein Einheitssatz wird daher von der Schweizer Presse aus wirtschafts- und sozialpolitischen Gründen klar abgelehnt. Die Zweiteilung der Vorlage in Totalrevision des Gesetzes und Diskussion über einen Einheitssatz wird hingegen begrüsst.

