Die Gewerkschaft Kommunikation (GeKo), der Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) und die Mediengewerkschaft comedia wollen sich zusammenschliessen. Die neue Gewerkschaft soll 2011 ihre Arbeit aufnehmen.
Dies haben die Spitzen der drei Organisationen in einer ersten Projektskizze beschlossen, wie sie in einer gemeinsamen Mitteilung vom Freitag schreiben. Bis im Juni müssten die zuständigen Instanzen der drei Gewerkschaften entscheiden, ob sie den Zusammenschluss auf Grundlage der Projektskizze weiterverfolgen.
Vorgesehen ist, dass bei grünem Licht im November 2009 die Kongresse der drei Organisationen über die Umsetzung des Projektes entscheiden. Der gemeinsame Fusionskongress ist für Juni 2010, die Aufnahme der operativen Tätigkeit für den 1. Januar 2011 geplant.
Mit dem Zusammenschluss soll eine "starke, interprofessionelle Gewerkschaft" im öffentlichen und privaten Dienstleistungsbereich und in der Kommunikation entstehen. Das Ziel des Projektes sei, die Position in den angestammten Branchen zu stärken, neue Branchen gewerkschaftlich zu organisieren und die Mobilisierungsfähigkeit zu verbessern.
Derzeit haben die drei Gewerkschaften zusammen knapp 84'000 Mitglieder. Die bislang grösste Gewerkschafts-Fusion fand im Herbst 2004 statt, als sich SMUV, GBI, VHTL und andere Organisationen zur Grossgewerkschaft UNIA zusammenschlossen. Die UNIA ist mit ihren rund 200 000 Mitgliedern die grössten Gewerkschaft der Schweiz. (sda)

