Aufgrund der konjunkturellen Abschwächung ging die Nachfrage nach grafischen Produkten im vergangenen Jahr zurück. Die starke Abhängigkeit der Druckindustrie von den Inseratevolumina zeigte sich deutlich. Der Gesamtumsatz der Druckbranche lag im Jahr 2001 bei 6.5 Mr. Franken bzw. +1.6 Prozent (Vorjahr +2.4 Prozent), wie es in einer Mitteilung des Schweizerischen Verbands für visuelle Kommunikation Viscom vom Freitag heisst.
Die Investitionstätigkeiten haben in den vergangenen Jahren absolut wie auch relativ zum Umsatz stetig zugenommen. Das Investitionsvolumen der grafischen Industrie lag im Jahr 2001 bei 540 Mio. Franken, was einem Investitionsgrad von 8.3 Prozent (Vorjahr +8.1 Prozent) entspricht. Die Zunahme ist gemäss Viscom Ausdruck der sich verkürzenden Innovationszyklen in der Softwareentwicklung sowie in der Drucktechnik. Hohe Investitionen seien vor allem für produktivitätssteigernde Anlagen getätigt worden, was sich für die Kunden in einem Plus an Schnelligkeit, Flexibilität und verbesserter Qualität ausgewirkt habe. Die Investitionen seien Indiz für mittelfristige Wachstumserwartungen der Branche, wie es weiter heisst. Gleichwohl kämpfe die Druckindustrie heute mit Überkapazitäten. Die Kapazitätsauslastung liegt seit fünf Jahren bei rund 84 Prozent und hat im Jahr 2001 mit 83.3 Prozent (Vorjahr 84.4 Prozent) einen leichten Rückgang erlitten.
Die Beschäftigung konnte gemäss Schätzung Viscom bei rund 34'000 Beschäftigten gehalten werden. Der markante Stellenabbau aufgrund der Strukturbereinigung Mitte der neunziger Jahre sei abgeschlossen, die Beschäftigung in der grafischen Industrie scheine sich zu stabilisieren, lautet hier das Fazit.

