23.03.2005

PubliGroupe

Gewinnrückgang

Steuern fressen Betriebsgewinn weg.

Der Westschweizer Medien- und Werbekonzern PubliGroupe hat im vergangenen Jahr einen Gewinnrückgang um 9 Prozent auf 53 Mio. Fr. hinnehmen müssen. Schuld daran seien markant höhere Steuern, teilte der Konzern am Mittwoch mit.

Vor Steuern resultierte ein Gewinn von 83 Mio. Franken. Das sind 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Betriebsgewinn nahm dank Produktivitätssteigerungen sogar um 96 Prozent auf 67 Mio. Fr. zu. Der um 222 Prozent angestiegene Steueraufwand frass aber wesentliche Teile des Betriebsgewinns wieder weg.

Erstmals seit drei Jahren wieder Umsatzwachstum

Erstmals seit drei Jahren konnte wieder ein Umsatzwachstum verbucht werden. Die Erlöse stiegen um 2 Prozent auf 1.981 Mrd. Franken. Zur Hälfte stammt der Zuwachs aus innerem Wachstum, zur anderen Hälfte stammt er aus der Übernahme der Cinecom vom Juli 2004. Die Werbung in Printprodukten stieg im Auslandgeschäft um 9 Prozent, während sie in der Schweiz erneut zurückkrebste -- diesmal mit einem Prozent.

Dass die operativen Ergebnisse gestiegen sind, erklären die Publigroupe-Verantwortlichen auch mit der gestiegenen Produktivität. Der Betriebsaufwand konnte um 3 Prozent auf 394 Mio. Fr. gesenkt werden. Insgesamt belaufen sich die seit 2001 auf vergleichbarer Basis erzielten Kostensenkungen auf 92 Mio. Franken.

Das Finanzergebnis verringerte sich um 74 Prozent auf 11 Mio. Franken. Damit bewege es sich wieder im normalen Rahmen, erklärte die PubliGroupe. In den Jahren 2000 bis 2003 war es stets durch ausserordentliche Erträge oder Kosten stark beeinflusst worden.

Dividende erhöhen

Trotz des Rückgangs des Konzerngewinns will das Unternehmen die Dividende von 8 auf 9 Fr. erhöhen. Die sehr gesunde Gewinn- und Bilanzstruktur lasse diese Steigerung zu, hiess es. Damit beträgt die Gewinnausschüttungsquote 41 Prozent.


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