04.03.2008

ProSiebenSat.1

Gewinnrückgang im Jahr 2007

Kartellbusse und Senderübernahme belasten Ergebnis.

Der deutsche TV-Konzern ProSiebenSat.1 hat im vergangenen Jahr einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Schuld sind eine Kartellbusse sowie die Kosten für die Übernahme der Senderkette SBS. Der Gewinn hat sich auf 89,4 Mio. Euro mehr als halbiert, wie die Gesellschaft am Dienstag bekannt gab. Damit blieb die Sendergruppe deutlich hinter den Erwartungen von Analysten zurück.

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte dennoch um 8 Prozent auf 521,3 Mio. Euro zu. Ohne das Bussgeld wäre es sogar um 36 Prozent höher ausgefallen als 2006.

Grosse Kunden begünstigt

ProSiebenSat.1 hatte - wie Konkurrent RTL - nach Ansicht des Bundeskartellamts grosse Kunden bei der Vermarktung der Fernsehwerbezeiten unfair begünstigt. Die Gesellschaft zahlte daher 120 Mio. Euro Busse und stellte die Modalitäten im Verkauf von Werbezeiten um. Die Untersuchungen wurden darauf eingestellt.

Höherer Umsatz dank SBS

Der Umsatz der vom Finanzinvestor Permira beherrschten Sendergruppe stieg im vergangenen Jahr durch die Übernahme der ebenfalls Permira gehörenden SBS um 29 Prozent auf 2,7 Mrd. Euro. Für 2008 rechnet ProSiebenSat.1 dank SBS mit einer weiteren Umsatzsteigerung. Die daraus entstehenden Synergien sollen auch zu steigenden Gewinnen führen. (sda)


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